Jens Königsmann

Physik-LK blickt hinter die Kulissen der Energiewende

Wie wird eigentlich der Strom erzeugt, der täglich aus der Steckdose kommt? Und welche Rolle spielen moderne Kraftwerke in einer Energieversorgung, die zunehmend auf Wind- und Solarenergie setzt? Diesen Fragen ging der Physik-Leistungskurs des Adalbert-Stifter-Gymnasiums Castrop-Rauxel bei einer Exkursion zum Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) in Herne nach. 

Im Rahmen einer exklusiven Führung erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in den laufenden Betrieb einer der modernsten Kraftwerksanlagen Deutschlands. Dabei konnten sie Bereiche besichtigen, die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, und erfuhren aus erster Hand, wie moderne Energietechnik funktioniert. 

Stromerzeugung mit zwei Turbinen 

Das GuD-Kraftwerk Herne basiert auf dem Prinzip der kombinierten Gas- und Dampfturbinenanlage. Zunächst wird Erdgas in einer Gasturbine verbrannt. Die dabei entstehenden heißen Abgase treiben nicht nur die Gasturbine an, sondern werden anschließend genutzt, um Wasser zu erhitzen und Dampf zu erzeugen. Dieser Dampf treibt wiederum eine zweite Turbine an. Durch die doppelte Nutzung der eingesetzten Energie erreicht das Kraftwerk einen besonders hohen Wirkungsgrad. (Siemens Presse) 

Zusätzlich arbeitet die Anlage nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Die entstehende Wärme wird nicht ungenutzt an die Umwelt abgegeben, sondern in das Fernwärmenetz des Ruhrgebiets eingespeist. Dadurch können zahlreiche Haushalte gleichzeitig mit Wärme versorgt werden. Mit einem Brennstoffnutzungsgrad von über 85 Prozent zählt das Kraftwerk zu den effizientesten Anlagen seiner Art weltweit. (Siemens Presse) 

Bedeutung für die Energiewende 

Besonders interessant war für die angehenden Physikerinnen und Physiker die Rolle des Kraftwerks in der Energiewende. Zwar basiert die Anlage derzeit noch auf dem fossilen Energieträger Erdgas, sie ersetzt jedoch ältere Kohlekraftwerke und verursacht dadurch deutlich weniger CO₂-Emissionen. Zudem kann das Kraftwerk seine Leistung sehr schnell anpassen und so Schwankungen bei der Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen ausgleichen. (steag-iqony-group.com) 

Das Kraftwerk gilt daher als wichtige Brückentechnologie auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung. Bereits heute ist die Anlage technisch darauf vorbereitet, künftig Wasserstoff beizumischen und perspektivisch einen immer größeren Anteil erneuerbar erzeugten Wasserstoffs zu nutzen. Damit kann sie auch langfristig einen Beitrag zur sicheren und nachhaltigen Energieversorgung leisten. (steag-iqony-group.com) 

Technik hautnah erleben 

Während der Führung beeindruckten vor allem die gewaltigen Dimensionen der Anlage: Turbinenhallen, Rohrleitungssysteme und Leitstände verdeutlichten, welche technischen Herausforderungen hinter einer zuverlässigen Strom- und Wärmeversorgung stehen. Viele Inhalte aus dem Physikunterricht konnten dabei direkt in der Praxis wiederentdeckt werden – von Thermodynamik über Energieumwandlung bis hin zu Fragen der Effizienzsteigerung. 

Der Besuch des GuD-Kraftwerks Herne bot dem Physik-Leistungskurs damit nicht nur spannende Einblicke in moderne Energietechnik, sondern auch einen anschaulichen Blick auf die Herausforderungen und Chancen der Energiewende. Für alle Beteiligten war es ein lehrreicher und beeindruckender Tag, der die im Unterricht behandelten Inhalte auf eindrucksvolle Weise erlebbar machte.

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Die spinnen, die Römer! Die Lateiner der Klasse 8 in Xanten

Dass die Römer spinnten, konnten die Schülerinnen und Schüler der Lateinklasse 8 nicht bestätigen, wenn man sich ansieht, was die Römer auch in der Colonia Ulpia Traiana in Xanten schon für Annehmlichkeiten hatten: überdachte Bürgersteige, Fußbodenheizung, fließendes Wasser und vieles mehr. Das Wetter spielte auch mit und zum Schluss konnte jeder noch ein selbstgemachtes Andenken in Form einer kleinen Gemme oder einer Schreibtafel mitnehmen.

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Expertenprojekt der Jahrgänge 6 und 7: Fördern nach eigenen Interessen

In der ersten Hälfte des zweiten Schulhalbjahres haben einige Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen in einer „Expertenstunde“ bei Frau Waßmann ihre ganz persönlichen Interessengebiete erforscht. Ziel des Projekts war es, die Kinder interessengeleitet zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich intensiv mit selbstgewählten Themen auseinanderzusetzen. Zunächst arbeiteten die Kinder selbstständig an der Recherche und eigneten sich Expertenwissen zu ihren Themen an. In einer anschließenden praktischen Phase entstanden daraus kreative Modelle und anschauliche Projekte.
Die Vielfalt der Projekte zeigte dabei eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Interessen der Schülerinnen und Schüler sind:
Naturwissenschaft & Technik: Bau von Zugbrücken aus Pappe und Robotern; Recherche zu Blutgruppen; Projekte zur Nutzung von Sonnenenergie und drahtloser Energie für alltägliche Prozesse
Kultur & Geschichte: Recherchen und kreative Arbeiten zu bedeutenden historischen Ereignissen und internationalen Tänzen
Ernährung & Weltraum: Das perfekte Frühstück für eine/n Sportler/in und Nachbildung unseres Sonnensystems
Besonders schön war zu beobachten, mit wie viel Engagement die Schülerinnen und Schüler gearbeitet haben. Dabei unterstützten sie sich auch gegenseitig, tauschten Ideen aus und halfen einander bei Herausforderungen. Das Expertenprojekt zeigt, wie wichtig es ist, Kindern Raum für ihre eigenen Interessen und kreativen Ideen zu geben. So entstehen nicht nur spannende Projekte, sondern auch selbstständiges Lernen, Teamarbeit und neue Begeisterung für Wissen.
Die entstandenen Projekte werden im weiteren Verlauf des Schuljahres präsentiert.

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